Wie Instagram unser Datingverhalten auf Tinder und Co beeinflusst

Gaming Club Casino: Tastatur mit HerzQuelle: athree23

Viele Dinge geschehen heute, während wir unterwegs sind. Sie können die Liebe Ihres Lebens auf Tinder finden, Ihr Instagram-Profil checken oder in einem Online-Casino Ihr Lieblingsspiel geniessen, während Sie in einer Bar auf Ihren Kaffee warten. Wie wirkt sich das auf uns aus? Wie greifen eine Dating-App wie Tinder und ein soziales Netzwerk wie Instagram ineinander?

Tinder und die Kunst des Wischens

Gaming Club Casino: Mobiltelefon mit leerem ProfilQuelle: Pixabay

Tinder ist die erfolgreichste Dating-App der Welt. Das Grundprinzip ist sehr einfach: Die App zeigt Ihnen Mitglieder, die gerade in Ihrer Nähe sind. Gefällt Ihnen das Foto, wischen Sie auf dem Display nach rechts. Wenn Sie kein Interesse an der Person haben, wischen Sie nach links. Sollte die betreffende Person ebenfalls durch „Rechtswischen“ Gefallen an Ihnen signalisieren, entsteht ein sogenannter Match. In dem Fall ist es möglich, über die App in Kontakt zu treten. Besonders praktisch: Sie sind eh nicht weit voneinander entfernt.

Prinzipiell ist es so also möglich, an jedem Ort der Welt Ihren Traumpartner zu finden. Zumindest behauptet das die Theorie (und natürlich die Werbung!). In der Praxis läuft dies nicht immer ganz so rund. Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiss gesetzt, in diesem Fall ein Telefonat oder ein Blick auf das Instagram-Profil des anderen. Witzigerweise hat Instagram mittlerweile das Telefonat weitgehend abgelöst. Wie bitte?

Instagram macht‘s möglich

Instagram ist eine App, auf der Nutzer Fotos posten können. Der Legende nach begann dies mit Fotos von Mahlzeiten. Nachdem das Interesse am Essverhalten fremder Menschen abgeklungen war, folgten weitere Bilder. Sie zeigen Haustiere, Gärten, Menschen beim Einkaufen und den neuen Rasenmäher. Ein schlauer Kopf kann daraus sehr viel ableiten, weniger kluge Köpfe müssen ebenfalls nicht auf den Informations-Kick verzichten. Womit wir beim Dating wären …

Instagram als Heiratsvermittler

Stellen Sie sich vor, Sie sehen auf Tinder diese unglaubliche Frau, deren Lächeln Sie sofort verzaubert. Falls Sie eine Frau sind, gilt dies natürlich auch umgekehrt. Sie wischen nach rechts, und weichen dabei im letzten Moment einer Laterne aus, die fieberweise Ihren Weg kreuzt. Nun heisst es Geduld haben. Wird er/sie darauf reagieren? Tatsächlich tut er dies, und er wischt ebenfalls nach rechts! Tinder teilt ihnen mit, dass hier rechts Potenzial für eine Traumhochzeit besteht. Natürlich möchten Sie auf Nummer sicher gehen, also fragen Sie nach dem Instagram-Profil. Ein kurzer Check steigert Ihre Begeisterung in astronomische Höhen: Ihre Bekanntschaft hat ebenfalls einen Dackel und hört gerne Leonard Cohen! Ausserdem macht er jedes Jahr Urlaub im Schwarzwald! Sie können gar nicht fassen, dass Ihnen so etwas widerfährt. Zwei Jahre später sind Sie verheiratet und haben sieben Kinder.

Instagram als Heiratsverhinderer

Gaming Club Casino: Mehrere Instagram-LogosQuelle: geralt

Im Prinzip beginnt hier alles, wie soeben beschrieben. Bis zu dem Moment, an dem Sie Ihr Noch-nicht-Date auf Instagram checken: Sie hört Heavy Metal und züchtet Vogelspinnen! Ausserdem hat Sie eine Siamkatze und einen Wellensittich. Sie wiederum sind allergisch gegen Katzenhaare und haben ein Wellensittichtrauma! Und dann diese Frisur! Auf Tinder sah sie viel besser aus! Sie ergreifen schlagartig die Flucht, um schliesslich doch bei Karin zu landen, die Helene Fischer hört.

Und da waren noch die Fake News …

Bilder sagen nichts über einen Menschen aus. Vor allem, wenn sie gefaket sind. Eine Erfahrung, die schon viele beim Daten machen mussten. Sie haben sich mit Schneewittchen verabredet, aber die böse Hexe kam zum Date. Oder der Prinz von den Fotos entpuppte sich beim Date als Frosch. Aber ist dies wirklich so? Machen wir einen Fehler, wenn wir Menschen nur nach Äusserlichkeiten beurteilen? Umgekehrt: Ist es anständig, sich mittels gepimpter Fotos Vorteile beim Dating zu verschaffen? Chessie King hat ihre eigene Meinung dazu …

Der Fall Chessie King

King postet regelmässig Fotos von sich auf Instagram. Dabei demonstriert sie, was Posen und Beleuchtung ausmachen können. So ist sie auf einem Foto im Bikini zu sehen. Das Bild zeigt einen makellosen Körper. Gleich daneben ist ein fast identisches Foto. Nur, dass ihre veränderte Haltung ein paar Fältchen zeigt. Ihre Bilder polarisieren. Dabei reicht das Spektrum von Komplimenten bis zu üblen Beschimpfungen. Chessie ist nur eine von vielen Frauen, die damit Botschaften senden: Seht her, wir müssen nicht perfekt sein, um schön zu sein. Eine Wahrheit, die im Zeitalter von Tinder und Co leider oft in Vergessenheit gerät.

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