Wie ein Pokerface auch im Alltag hilft

Frau mit PokerfaceQuelle: Pixabay

Beim Pokern geht es in erster Linie darum, ein gutes Blatt auf der Hand zu haben. Fast genauso wichtig ist es aber, den Gegnern nicht zu verraten, wie gut die eigenen Karten sind. Das gilt sowohl im Casino als auch beim Online Video Poker. Ein Stichwort, das in diesem Zusammenhang immer wieder zu hören ist, ist das Pokerface. Aber was genau ist das überhaupt und wie kann es beim Spielen und im Leben helfen?

Das Gesicht des Gegners lesen

Zwei Asse auf der Hand? Das ist beim Pokern schon eine ganze Menge wert und kann die Basis für einen hohen Drilling oder Vierling oder für ein Full House sein. Jetzt heißt es: Hoffen, dass die fehlenden Karten noch kommen. Vor allem aber: Bloß nichts anmerken lassen! Denn die anderen Spieler warten nur darauf, in den Gesichtern ihrer Gegner zu lesen. Wenn sie auch nur den Anflug eines Grinsens erkennen, steigen sie aus der Runde aus. Dann ist das beste Blatt nichts mehr wert, weil es keine Gegenspieler mehr gibt, die die Einsätze erhöhen. Auch die Wut, die einem buchstäblich ins Gesicht geschrieben steht, ist beim Pokern eher kontraproduktiv. Dann nämlich erkennen die Gegner auf den ersten Blick, dass jemand ein schlechtes Blatt hat, und nutzen dies zu ihrem Vorteil.

Entspannte Muskeln

Poker Königin Quelle: Pixabay

Um ihrem Umfeld also nichts über ihre Karten zu verraten, zeigen die besten Pokerspieler am Tisch so wenig Emotionen wie möglich. Dabei verlangt das Pokerface viel Training und Selbstbeherrschung, weil es auch in dramatischen Situationen Bestand haben muss. Zunächst geht es darum, seine Gesichtsmuskeln zu entspannen. Der wichtigste Bereich ist der um den Mund herum. Die Kiefermuskeln dürfen nicht angespannt sein, auch mahlende Zähne sind ein klares Zeichen für Unsicherheit. Wichtig ist zudem, Augenkontakt mit den Gegnern zu haben. Wer krampfhaft nach unten schaut oder einen Punkt in der Ferne fixiert, signalisiert Unsicherheit. Auch Blicke aus dem Augenwinkel oder von unten sind nicht zu empfehlen.

Wer dagegen den anderen Personen am Tisch offen in die Augen sieht, der zeigt, dass er nichts zu verbergen hat. Sollte es schwerfallen, Augenkontakt zu halten, gibt es einen simplen Trick: Statt in die Augen kann man auch auf die Nasenwurzel schauen und so den Gegner verunsichern. Dabei sollte jedoch nicht das Blinzeln vergessen werden. Starren ohne das gelegentliche Schließen der Augenlider offenbart den Gegenspielern, dass etwas mit dem Blick nicht stimmt. Auf der anderen Seite ist auch zu häufiges Blinzeln verräterisch. Es kommt also auf eine gesunde Mischung an, um ein natürliches Verhalten an den Tag zu legen. 

Die Körpersprache 

Zwar ist stets vom Pokerface die Rede, aber auch die Körpersprache ist ein wichtiges Element, wenn es um das Verbergen von Emotionen geht. So strahlt ein Pokerspieler Selbstsicherheit aus, wenn er still und mit geradem Rücken am Tisch sitzt. Nervöse Bewegungen wie das Knacken der Fingerknöchel oder das Kauen an den Fingernägeln sollten tunlichst vermieden werden. Werden die Emotionen zu stark, um sie zu unterdrücken, sollten sie im Verborgenen herausgelassen werden. Eine Faust unter der Tischplatte oder gegeneinander gedrückte Knie sorgen für Entlastung, sind aber nicht sichtbar für die Gegner.

Pokerface im Alltag

Pokerchips, Kartenspiel Quelle: Pixabay

Nicht nur beim Pokern können das Pokerface und eine selbstsichere Körpersprache äußerst nützlich sein. Auch wenn es um bestimmte Situationen im Alltag geht, stellen sich beide als hilfreich heraus. Wer zum Beispiel ein Bewerbungsgespräch hat, sollte seine Emotionen unter Kontrolle haben. Die Nervosität der Kandidaten hat eine große Wirkung auf die Entscheidungsfindung der Personalabteilung. Wer sich also selbstbewusst präsentiert, erhöht seine Chancen, eingestellt zu werden. Im Gegensatz zum Pokertisch ist es jedoch definitiv erlaubt, das eine oder andere Lächeln einzustreuen. Man will ja nicht den Eindruck erwecken, ein gefühlloser Roboter zu sein. Gleiches gilt zum Beispiel für Termine bei der Bank, in denen es etwa um die Bewilligung eines Kredits geht. 

Promis ohne Lächeln

Auf Preisverleihungen, Filmpremieren und anderen Events lächeln die prominenten Gäste normalerweise um die Wette. Einige von ihnen haben es sich jedoch zu eigen gemacht, vor den Kameras keine Miene zu verziehen. Victoria Beckham, Jennifer Lopez, Jude Law und Johnny Depp gehören zu den Promis, denen nur sehr selten ein Lächeln über die Lippen kommt. Auch Lady Gaga ist bekannt dafür, sich in der Öffentlichkeit eher emotionslos zu zeigen. Kein Wunder, dass sie sogar ein Lied über ihr „Poker Face“ geschrieben und veröffentlicht hat. Viel wurde über die Bedeutung von dessen Text gerätselt, und Lady Gaga hat sich auch selbst an den Interpretationsversuchen beteiligt. So hat sie in einem Interview gesagt, dass sich der Song mit ihrer Bisexualität beschäftigt. Immer wenn sie mit einem Mann zusammen ist, aber eigentlich lieber eine Frau an ihrer Seite hätte, muss der Mann ihr Pokerface lesen können, um über ihre Bedürfnisse Bescheid zu wissen.

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