Tattoos und die Gesellschaft – immer noch ein Problem?

Frau mit TattooQuelle: Pixabay

Früher musste man sich im Casino schick anziehen, und bei einigen Casinos ist das heute immer noch so. Wenn es um Online Casinos geht, gibt es keine Kleiderordnung. Sie können sich anziehen, wie Sie möchten, und Sie können von überall aus Ihre Liebling-Casino-Spiele spielen.

Beim Thema Tattoo scheiden sich aber die Geister. Immer mehr vor allem junge Menschen lasen sich Tattoos stechen. Meist bleibt es nicht bei einem und die Tattoos werden immer mehr und sind auch auf prominenten stellen am Körper zu finden, die sich nicht mehr so leicht abdecken lassen. Dies kann zu Nachteilen z. Bsp. bei Arbeitssuche führen oder aber auch auf ein gewissen Misstrauen der Mitmenschen. Wir haben uns angesehen, wie Tattoos den ersten Eindruck prägt bzw. beeinflusst und was für Auswirkungen Tattoos auf das Gesellschaftsleben hat.

Warum haben Menschen Tattoos?

Ein Tattoo wird gestochenQuelle: Pixabay

Die Geschichte der Tätowierung geht weit in den vorchristlichen Zeitraum zurück. Es wurden bereits 12.000 vor Christus Zeichen in die Haut geritzt. In bewusst beigefügte Wunden wurde Asche gerieben, um ein Muster zu erzeugen.

1765 berichtete der britische Kapitän James Cook von seiner ersten Reise nach Polynesien und beschrieb Menschen, die ihre Körper mit Farbe bemalten. Der Seefahrer und Entdecker führte das Wort „Tattoo“ in die englische Sprache ein und machte die Hautkunst in weiten Teilen Europas bekannt.

Hinter den Tätowierungen verbarg sich immer eine wichtige Rolle bezüglich Traditionen und Ritualen. In der Vergangenheit verzierten Frauen in Borneo ihre Haut mit Tattoos. Ebenso wurden sie auf Fingern und Handgelenken angebracht um Krankheiten und Leiden abzuwehren. Durchweg durch die Geschichte symbolisierten Tattoos auch Zugehörigkeiten zu einem Clan oder einer Gruppe.

Im Deutschland fällt auf, dass Tattoos nach dem zweiten Weltkrieg sehr lange verpönt waren. Im Krieg haben sich zumeist Seefahrer Tattoos über das eigene Boot/U-Boot, Anker und andere Symbole selbst gestochen. Bei der Nachkriegsgeneration waren Tattoos sehr unüblich und Menschen mit Tattoos wurden in vielen Fällen ausgegrenzt. Zumeist waren dies Mitglieder von Rocker-Clubs.

Erst mit der Flower-Power-Generation und Woodstock kamen Tätowierungen ans Tageslicht. Dies hat sich bis zum heutigen Tag weiterentwickelt. Es ist aber interessant zu beobachten, dass die wenigsten Menschen es bei einem Tattoo belassen – oft wird Stars nachgeeifert.

Ist es schwerer einen Job zu erhalten, wenn man Tattoos hat?

Mann mit TattoosQuelle: Pixabay

Wenn Sie etwas jünger sind, dann werden Sie sicherlich sagen, dass Tattoos heutzutage doch völlig normal sind. Wie Piercings gibt es sie gefühlt seit ewigen Zeiten. Im Beruf kann es jedoch, insbesondere wenn Sie Tattoos am Arm haben, zu Problemen kommen oder eine Karriere im Traumberuf von vornherein nicht mehr möglich sein.

In manchen Berufen stellt selbst das Tragen sichtbarer Tätowierungen heute kein Problem mehr dar. Beispiele sind Jobs im kreativen Sektor, Positionen in Szeneläden oder auch handwerkliche Berufe. Allerdings ist für Tattoos im Job neben der Branche auch entscheidend, wo die Tätigkeit durchgeführt wird. Während Mitarbeiter im Backoffice ihre Tattoo-Freiheit in vielen Fällen mit dem Segen des Chefs ausleben dürfen, sind die Regeln bezüglich Tattoos im Job in Branchen mit direktem Kundenkontakt oft strenger. Ein Mitarbeiter am Bank-Schalter oder in der Finanzberatung mit sichtbaren Tattoos am Arm gilt gemeinhin als absolutes No-Go. Es gibt aber noch weitere Branchen in denen es Probleme mit sichtbaren Tätowierungen gibt. Zu denen gehören z. Bsp. die Polizei, Justiz aber auch Fluggesellschaften und die Modelbranche.   

Wie werden tätowierte Menschen von anderen eingeschätzt?

Früher gehörten Tattoos und Piercings in die Schmuddelecke. Seemänner, Prostituierte und Verbrecher waren tätowiert – und das war es. Heute gelten Menschen mit Körpermodifikationen als aufgeweckte, interessierte Menschen, die sich zu einer sozialen Gruppe bekennen. In Deutschland ist heutzutage jeder fünfte tätowiert. Bei den Frauen zwischen 25 und 34 Jahren sind mittlerweile mehr als die Hälfte tätowiert.

Tätowierungen sind heutzutage gesellschaftsfähig geworden und sind unter gleichaltrigen und weltoffenen Menschen absolut salonfähig. Nichts desto trotz werden Menschen mit sichtbaren Tätowierungen zum Beispiel von der älteren Generation etwas skeptischer eingeschätzt.

Nimmt die Gesellschaft Menschen mit Tätowierungen ernst?

Mann mit Tattoo und HandyQuelle: Pexels

Wenn man sich andere Länder betrachtet, dann wird zum Beispiel in Japan tätowierten Menschen der Eintritt in öffentliche Bäder verwehrt. So schlimm ist es natürlich nicht in Deutschland – jeder kann sein Leben und seinen Körper gestalten, wie er mag. In Deutschland hat vor allem die ältere Bevölkerung ein Problem mit tätowierten Menschen und wechselt mal gerne den Bankschalter oder die Supermarkt-Kasse, wenn sie feststellen, dass der Mitarbeiter über sichtbare Tattoos verfügt.

Unter gleichaltrigen gibt es üblicherweise keine Probleme, außer die gezeigten Tattoos verstoßen gegen den eigenen Geschmack oder stellen eine Gesinnung vor, mit der man nicht sympathisiert.

Stehen Tattoos in der Öffentlichkeit immer noch für Kriminalität?

In Deutschland ist dieses Thema nicht so sehr ausgeprägt wie z. Bsp. in den USA. In den USA z. Bsp. zeigen viele Gangmitglieder ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gang mit Tattoos im Gesicht.

Abhängig von der Bevölkerungsschicht werden tätowierten Menschen eine höhere Affinität zu Straftaten nachgesagt – dies hat sich in Deutschland zu den letzten Jahrzehnten nicht sehr verändert. In Deutschland sind auch die selbstgestochenen „Knast-Tränen“ unter oder neben dem linken Auge bekannt – die bekanntermaßen von Kriminellen, die im Gefängnis einsitzen selbst gestochen werden.

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