Aktuelle Trends im Haustier-Geschäft

Der beste Freund des Menschen macht auch der Industrie FreudeQuelle: Wikimedia

Tierfreunde haben es schon immer gewusst: Der Hund ist der beste Freund des Menschen. So soll der Schauspieler Heinz Rühmann einst gesagt haben, ein „Leben ohne Hund wäre möglich, würde aber keinen Sinn ergeben.“ Sie teilen ihr Leben mit uns und schenken uns Liebe sowie Freude und Glücklichkeit. Da ist es naheliegend, dass viele Besitzer ihr Haustier wiederum als besonderen Glücksbringer und täglichen Begleiter ansehen. Während vor allem Hunde inzwischen in der Gesellschaft fest verankert sind, ist ihre Anwesenheit in vielen öffentlichen Einrichtungen nach wie vor verboten. So darf ein Hund sein Herrchen beispielsweise nicht mit in die Bibliothek oder ins Casino begleiten – obwohl er dort als Glücksbringer genau richtig wäre. Eines ist sicher: Haustierbesitzer neigen dazu, ihre tierischen Freunde stets an erste Stelle zu setzen, um trotz der Einschränkungen gemeinsame Erlebnisse verbringen zu können. So kann man heutzutage beispielsweise auf ein tierisches Poker-Erlebnis im Online-Casino umschwenken oder sich besonders tierfreundliche Einrichtungen im Internet heraussuchen.

Tiernahrung als Wirtschaftsfaktor

Dass für Tierbesitzer ihre Lieblinge voranstellen, zeigt sich auch dadurch, dass sie ihnen zunehmend hochwertige Nahrung anzubieten. Als Folge sind glutenfreie Produkte der neueste Trend. Eine Bewegung, in der Deutschland zu den Vorreitern zählt. Neben dem normalen Hundefutter ist eine zunehmende Zahl an glutenfreien Snacks und Leckerlis zu erkennen, die von den Käufern dankbar angenommen wird. Aber auch der Gedanke an artgerechte Ernährung rückt zunehmend in den Vordergrund. So verzichten immer mehr Hundebesitzer auf Produkte, die Weizen enthalten. Aus dem einfachen Grund, dass er nicht zu den natürlichen Essgewohnheiten der Vierbeiner passt. Bei Katzen gilt dies noch mehr: Sie sind reine Fleischfresser. Getreide oder Gemüsesorten im Futter mögen auf den ersten Blick attraktiv erscheinen. Der Katzenmagen sieht dies jedoch anders. Warum wird dann überhaupt Getreide für Hunde- und Katzenfutter verwendet? Experten betrachten es als simplen Weg, die Futtermenge zu strecken. Weizen ist vergleichsweise günstig und hilft, die Inhaltsmenge der Futterpackungen zu erhöhen. Wie es aussieht, sind die Käufer damit aber nicht mehr einverstanden. Was auf den ersten Blick wie ein Problem für die Hersteller aussieht, ist tatsächlich ein enormer Wachstumsfaktor: Hochwertige Tiernahrung kostet Geld, und die Tierhalter sind bereit, es für ihre Lieblinge auszugeben. Daraus folgt: Haustiere gelten heutzutage als ein Milliardengeschäft.

Haustiere als Privatpatienten

Haustiere als PrivatpatientenQuelle: Harris Parkway Animal Hospital

Auch die Versicherungsindustrie wird für Haustiere immer wichtiger. Waren es früher simple Haftpflichtversicherungen für Hunde, ist das Spektrum in den vergangenen Jahren zunehmend gewachsen. Dabei kommt den Krankenversicherungen ein besonderer Stellenwert zu. Dies ergibt Sinn: Auch vierbeinige Familienmitglieder können krank werden. Im schlimmsten Fall kann sogar eine Operation nötig werden. Da die Kosten alles andere als günstig sind, haben sich schon vor Jahren wenige Spezialversicherer diesem Thema gewidmet. Wie sehr die Nachfrage wächst, zeigt sich schon daran, dass Allianz-Konzern mittlerweile dieses Thema für sich entdeckt hat. Wie weit er es mit den Spezialanbietern und ihrer langjährigen Erfahrung aufnehmen kann, wird die Zeit zeigen. Fest steht, dass auch hier der Markt deutlich wächst. Der Trend zum gesünderen Leben zeigt sich auch hier: Immer mehr Tierhalter legen Wert darauf, dass eine Tierkrankenversicherung auch alternative Heilmethoden anerkennt und dafür bezahlt. Wer es einfacher haben möchte, wählt eine reine OP-Versicherung, die nur bei Operationen leistet, aber dafür weniger kostet. Je nach Anbieter lassen sich sogar Kaninchen versichern. Ein Argument, das längst nicht nur Züchter anspricht.

Aber auch in den Sachversicherungen zeigt sich ein Umdenken. So wurden Haustiere in der Hausratversicherung lange als „Sachen“ betrachtet, was gelegentlich zu Unmut führte. Ein Beispiel: Wurde eine Katze bei einem Wohnungsbrand verletzt, wurde die Tierarztrechnung nicht vollständig übernommen. Grund: Der „Wiederbeschaffungswert“ der Katze lag niedriger als die „Reparaturkosten“. Mittlerweile treten erste Versicherer an, dies zu ändern. Sie definieren Haustiere als lebende Wesen und übernehmen auch die „Reparatur“ beim Tierarzt zu 100 Prozent.

Wellness – nicht nur für Zweibeiner

Yoga ist gesund und bekämpft Stress. Im Gegensatz zu Menschen enden die „Arbeitszeiten“ von Hunden aber nicht nach Plan. So ereignen sich, über Tag und Nacht verteilt, verdächtige Ereignisse. Vom Fußgänger, der draußen vorbeimarschiert, bis zu Gerüchen, die wir Menschen gar nicht wahrnehmen. Wer seinem Hund Entspannung schenken möchte, spendiert ihm Yoga-Stunden.

Perfekt vorbereitet auf eine lange Radtour Ein Wasserpark für Hunde